Chianti Classico – eine Auswahl aus dem Weinführer «Merum»

Merum, ein Weinführer mit Bodenhaftung und Sachverstand, so die Meinung von Paul Imhof im Tagi-Artikel mit gleichem Titel. Sachverstand deshalb, so kann man lesen, weil subjektiv gewertet wird, Weine vorgezogen werden, welche im Aroma und Geschmack zu ihrer Sorte und dem Anbaugebiet stehen, Weine im Vordergrund stehen, welche auch ausgewogen, fein und charaktervoll sind und nicht zuletzt „trinkig“ und nicht immer die intensiveren Weine das Rennen machen, sondern vielfach die eleganten. Bodenhaftung deshalb, weil «ein Wein umso wertvoller ist, je deutlicher er seine Appellation repräsentiert»; und nicht zuletzt die Bewertungen der Weine, welche „verständlich“ sind oder wenigsten meistens.

Na das tönt doch gut! Lassen wir uns überraschen, ob die Weine auch meinen Geschmack treffen werden. Natürlich werde ich mich nicht darauf einlassen, dass die Weine „deutlich die Appellation“ repräsentieren. Was heisst denn Chianti Classico, wie soll denn das reine, feine Gewächs aus urchig hügeligem von ebenda im Glas daherkommen? Also ich hab keine Ahnung! Im Leitartikel zur Merum-Ausgabe über Chianti steht ein Auszug der Produktionsregeln eben jener Weine: «…vereinte florale Noten von Veilchen und Lilien sowie die typischen Charaktere roter Früchte…». Mmhh, also rote Früchte wären etwa Kirschen, Erdbeeren, Himbeeren, Holunder, Johannisbeeren, einige Waldbeeren und Granatapfel; nur wie riecht schon wieder ein Veilchen oder eine Lilie? Also bleibt letztendlich der Mut zum Probieren, und natürlich die eigene Bewertung. Dazu verlasse ich mich einmal mehr auf meine Nase, die nicht allzu schlecht ist, wenn auch nicht professionell geschult! Ich melde mich hier kontinuierlich mit „meine Notizen dazu„. Übrigens das Anhängsel „JLF“ bedeutet bei Merum: «je leerer die Flasche, desto besser der Wein» – das finde ich schon mal witzig und sehr gut.

Die unten aufgeführten Weine sind alle aus der Veröffentlichung «Merum 5/2011 – Chianti Classico – Trinkige Chianti gesucht und gefunden!» entnommen, welche via dem neuen iPhone-App gelesen werden können (PS: die © Etiketten- bzw. Flaschenbilder entstammen hauptsächlich aus den homepages der Hersteller). Natürlich ist die Auswahl auf die 18 „sehr guten“ Chianti eingeschränkt – ich will die langwierige Selektionsarbeit von Merum ja nicht auch noch einmal machen (immerhin werden 145 Classico gelistet)! Ok, die eine oder andere Ausnahme habe ich dazugestellt. Beispielsweise den San Giusto a Rentennano, welcher bei Merum mit Null gewertet wurde, wogegen ich diesen als den besten, der bisher degustierten Chianti im Preissegment um die CHF 20.– betrachte; oder den Querciabella, welcher auch nicht höchstgelobt wird, bei den „anderen einschlägigen Weinführern“ aber gut daherkommt; oder die Weine von Fèlsina, die ich persönlich sehr gut finde und Merum meint, da wäre weniger „drin“. Da will ich also wissen, was Sache ist!

Die Liste ist so zusammengestellt, dass ab einem bestimmten «Anfahrort» eine „giro di vino sangiovese“ Sinn machen könnte. Die Anfahrten sind so gewählt, dass man von den wichtigsten Städten der Toscana Centrale hinfindet. Natürlich gäbe es hier noch die Alternative, irgendwo mitten im Chianti Classico zu logieren und von da die „giro“ zu meistern – Beispiel: Radda in Chianti, Relais Santa Cristina (ab ca. € 85.– für Doppelzimmer – Link):

Giro uno – Anfahrort: Monsanto -> Greve in Chianti

Von der Autostradale Firenze-Siena die Ausfahrt Poggibonsi Nord nehmen, beim Kreisel Richtung Barberino Val d’Elsa, nach ca. 50 m rechts abbiegen Richtung Monsanto.

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  • 1 Chianti Classico D.O.C.G., Castello della Paneretta, 2008, 3 Herzen mit JLF.
    Hellrot; intensiv fruchtige Nase, auch Honig, Harz und Gummi; recht zarte Ansatz, feiner Wein, fruchttief, geschmeidig, gute Länge, sehr schöner Chianti Classico. Preis: ca. € 10.– (Merum)

    Castello-di-Pneretta-2Anfahrt: Richtung Monsanto, alles gerade aus auf der Strada della Paneretta, im Dorf nach der Kirche befindet sich rechts das Castello; nach dem Besuch einfach weiterfahren, dann kommst Du zu 2 Isole e Olena. Wenn die Lust noch vorhanden ist, dann kann noch ein Abstecherli zu 3 Poggio al Sole gemacht werden: dazu weiterfahren bis zur SP76, hier Richtung Firenze bzw. Tavernelle kurven, nach ein paar km unbedingt rechts weg Richtung Sambuca, in der Kaffmitte dann rechts weg Richtung Badia a Passignano, nach der Kirche mit der hohen Steinmauer, rechts weg und dem Wegweiser 3 Poggio al Sole folgen bzw. Rignano oder Greve in Chianti, Achtung: die Einfahrt ist „Mitten im Wald“, rechts an einer Steinmauer steht das Gut angeschrieben, da also hinkurven – et voilà: hier trifft man auf eine Schweizer Familie mit exzellenten Produkten, wobei der Chianti Classico smarte 3 bicchieri einheimste und meiner Ansicht nach ein ebenda superber Vertreter dieser Gattung ist! Bei Merum gab es 1 Herzchen.
    Der Castello della Paneretta kann in der Schweiz nicht gekauft werden! Da gibt es nur eines: selber hinfahren!
     

    Meine Notizen dazu: Im Ernst, ein Besuch ist hier mehr als angesagt, nicht nur des sehr freundlichen Empfanges wegen (der Kellermeister persönlich hat kurzerhand die Arbeit liegen lassen, kam mit Gummistiefel auf uns zu und begleitete uns direkt zum Degustationsraum, wo er die verschiedenen Weine zur Degustation anbot – Wir haben unser Augenmerk aber hauptsächlich auf den Chianti Classico gelenkt, obwohl zwei angebotene Weine auch von grossem Interesse gewesen wären: nämlich der 100% Canaiolo, sowohl als Weiss- wie Rotwein – wobei beide mit exakt gleichem Bouquet und gleichem Charakter in der Nase, alleine die Kraft im Gaumen war unterschiedlich – superb, wirklich; eine tolle Idee, die es aufzunehmen gilt)! So denn also zurück zum Chianti: Ein fantastischer, exzellenter Classico! Ein Gedicht, ein Traum, ein Meisterwerk… Wunderbare Aromen, welche einem in die Nase steigen, im Gaumen breitet sich der Zauber der Toscana Centrale aus, mit viel Frucht, tiefe und einer superben Ausgewogenheit, ein vielfältiges Bouquet, welches in wunderbarer Länge im Munde hängen bleibt und nach mehr verlangt! Mehr ist allerdings relativ in bezug auf die zu kaufen gewünschte Menge – wir, Erika und ich waren Anfang Oktober vor Ort – praktisch die gesamte Produktion ausverkauft! Wer also grössere Mengen kaufen möchte, wird Anfang Sommer vorbeischauen müssen! Ich für meinen Teil werde hier mit Garantie wieder vorschauen – nicht nur des Weines wegen, sondern auch des wunderschönen Landsitzes mit Deckenmalereien und einer fantastischen Aussicht Richtung Valle d’Elsa bzw. der unzähligen Hügel rundum. Meine Wertung in Merum-Manier: 3 Herzen mit JLF – und dies mit absoluter Garantie!

  • 2 Chianti Classico D.O.C.G., Isole e Olena, 2008, 3 Herzen mit JLF.
    Mittelintensives Rot; fruchtige Noten, schwitzige Pfirsichnoten, Erdbeerkonfitüre, einladend; würzig-fruchtig, saftig, kraftvoll, Cassis; Frucht hält an, lang, gefällt sehr. Preis: ca. € 20.– (Merum) – zu kaufen im Globus, Preis: ca. CHF 25.–.

    Isole-e-OlenaAlso vorneweg: die site von Isole e Olena streikt gerade, so ist der Link von Globus enthalten! Der Wein kostet in der Schweiz so ziemlich gleich viel, wie in Italien direkt ab Hof.
    Anfahrt: entweder von Castellina in Chianti Richtung Poggibonsi bzw. San Donato, dann nach ca. 1 km rechts wieder Richtung Centro und bei der nächsten Kreuzung Richtung Firenze, auf der SP76 geht es dann einige km gerade aus bis zu einer Senke, wo es dann scharf links weggeht nach Monsanto bzw. Olena, der Rest müsste beschildert sein; oder von Ausfahrt Poggibonsi Nord, den gleichen Weg nehmen wie oben gerade beschrieben, aber etwas weiter fahren, davor natürlich den Abstecher zu 1 Castello della Paneretta nicht vergessen.
     
  • 4 Bello Stento, Chianti Classico D.O.C.G., La Madonnina – Triacca, 2009, 2 Herzen.
    Mittleres Rot; fruchtig, einladend; und im Mund erdbeerig-harzige Frucht, saftig, Länge, gefällt. Preis: ca. € 9.– (Merum) – zu kaufen in der Schweiz direkt beim Hersteller, Preis: ca. CHF 11.50.

    bello-stentoAnfahrt: von Greve in Chianti fährt man ca. 7 km zurück Richtung Firenze, bis Chiocchio – was für ein Name, ich liebe Italien -, kurz nach diesem Kaff gibt es den Hinweis zu Triacca, folge bei der Kreuzung links dem Weg Richtung Poggio ai Mandorli bzw. Puglia (ich kann nichts dafür, so steht es geschrieben und keine Angst – es ist nicht soooo weit im Süden!), dann folge einfach der Strasse und Du wirst fündig an der Wegzweige einer Naturstrasse, folge dem Wegweiser der nach links zeigt, man(n) wird ankommen! Der Betrieb gehört einer Schweizer Familie, die noch einiges mehr im Köcher haben, als alleine Weine aus dem Chianti-Gebiet – eine Verkostung ist hier wohl angesagt. Der hier vorgestellte Wein ist übrigens der erste in der Reihe mit einem Eigennamen, alle anderen sind schlicht und ergreifend Chianti Classico DOCG’s.
     
  • 5 Chianti Classico D.O.C.G., Querciabella, 2009, 1 Herzchen. Damit steht auch dieser Chianti nicht in den ersten Rängen bei Merum, owohl bei „den anderen“ gepriesen mit 2 bicchieri bzw. 4 grappoli – das macht die Sache spannend!
    Dunkelrot; reifende, fruchtige Noten; kraftvoll, reifende Frucht, gutes Tannin, etwas breit, recht angenehm. Preis: ca. € 20.– (Merum)

    querciabellaAnfahrt: von Greve in Chianti fährt man Richtung Panzano bzw. Siena, ca. 1 km nach Greve gibt es – bevor es den Hügel hoch geht – links eine Abzweigung Richtung Lamole bzw. Casole, folge dieser bis Du über eine Brücke fährst, direkt danach gerade aus weiter und nicht etwa rechts Richtung Lamole – dies ist dann für die nächsten beiden Weine bestimmt, also jene von den Firmen 7 Agricola I Fabbri (Susanna Grassi) bzw. 6 Vignamaggio -, dann fahre einfach auf der Naturstrasse geradeaus, ich hoffe man hat die Azienda gekennzeichnet.
     
  • 6 Terre di Prenzano, Chianti Classico D.O.C.G., Vignamaggio, 2009, 2 Herzen mit JLF.
    Mittleres Rot; recht tiefe Noten, frisch, rotfruchtig; schlankes Mittelgewicht, saftig, fruchtig, geradlinig, trinkig. Preis: ca. € 10.– (Merum)

    vignamaggioAnfahrt: von Greve in Chianti fährt man Richtung Panzano bzw. Siena, ca. 1 km nach Greve gibt es – bevor es den Hügel hoch geht – links eine Abzweigung Richtung Lamole bzw. Casole, folge dieser bis Du über eine Brücke fährst, direkt danach rechts Richtung Lamole, die Strasse entlang bis zur nächsten Kreuzung, hier wieder rechts halten, es ist beschildert, dann bis zur Villa Vignamaggio kurven und an geeigneter Stelle Deine bagnole hinstellen. Nach dem Besuch weiter den Hügel hoch bis zur 7 Agricola I Fabbri und dort die Weine probieren, was sich lohnen soll! Entweder danach oder davor, wie beliebt, bei 5 Querciabella vorbeischauen und ebenda die Weine probieren.
     
  • 7 Lamole, Chianti Classico D.O.C.G., Agricola I Fabbri – Susanna Grassi, 2009, 3 Herzen mit JLF.
    Mittleres Rubin; kompottig-fruchtige Noten, Tiefe; kraftvolles Mittelgewicht, Süsse, saftige Säure, feinherb, herrlich fruchtig-trinkiger Chianti Classico. Preis: ca. € 7.– (Merum) – zu kaufen in der Schweiz bei WeinUndKultur.ch, Preis ca. CHF 17.–.

    lamole_chianti_classicoAnfahrt: von Greve in Chianti fährt man Richtung Panzano bzw. Siena, ca. 1 km nach Greve gibt es – bevor es den Hügel hoch geht – links eine Abzweigung Richtung Lamole bzw. Casole, folge dieser bis Du über eine Brücke fährst, direkt danach rechts Richtung Lamole, die Strasse entlang bis zur nächsten Kreuzung, hier wieder rechts halten, es ist beschildert, dann bis zur 6 Villa Vignamaggio kurven, die Weine hier probieren und weiter den Hügel hoch bis Casole, also nicht etwa bis Lamole, direkt nach dem „Ortsschild“ kommt eine Abzweigung mit Hinweis zu „Schneeketten“!!!, da geht es links weg und noch steiler den Hügel hoch bis zur Zweigung, wo auch das Schild «I Fabbri» steht, hier rechts weg und Du bist da. Wenn Du zu weit gefahren bist, merkst Du dies sofort – es wird, neben der links oben stehenden Kirche, einfach ein bisschen zu „flach“!
     

Giro due – Anfahrort: Radda in Chianti -> Gaiole in Chianti

Von der Autostradale Firenze-Siena die Ausfahrt Poggibonsi Nord oder Colle Val d’Elsa Süd nehmen; bei der ersten Wahl zurück Richtung Centro fahren, dann den Wegweisern Castellina in Chianti folgen oder bei der zweiten Wahl beim Kreisel Richtung Castellina in Chianti. Wenn ebenda angekommen einfach durch das Städtchen durch – Hauptrichtung Firenze – und nach ca. 1 km rechts abbiegen Richtung Radda in Chianti.

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  • 8 Chianti Classico D.O.C.G., Antico Podere Le Miccine, 2008, 2 Herzen.
    Mittelhelles Rot; rote Fruchtnoten; saftig, rotfruchtig, strukturiert, feine Süsse, Pfeffer, ziemlich herb. Preis: ca. € 13.– (Merum)

    Le-Miccine-Chianti-ClassicoAnfahrt: von Radda in Chianti kommend, auf der SS429 Richtung Siena, folge dann der SP2: Achtung es geht rechts weg, über die Kuppe nach Siena, noch vor der Abzweigung nach Gaiole in Chianti, es geht ziemlich den Berg runter, kommt etwa in der Mitte der Strecke der Hinweis zur Podere Le Miccine. Hier kann man sich überlegen, ob man den „giro“ in der Umgebung Radda in Chianti mitmacht, oder ob man dies als erste Destination Richtung Castelnuovo Berardenga in Betracht ziehen soll.
     
  • 9 Chianti Classico D.O.C.G., Rocca di Castagnoli, 2009, 3 Herzen.
    Eher helles Rubin; Beerennoten, Geranien; recht konzentriert, saftig, frisch, ausgeprägte Frucht, ausgewogen, gefällt. Preis: ca. € 11.– (Merum) – zu kaufen in der Schweiz bei advanvinum-wein.ch, Preis: ca. CHF 20.–.

    Rocca-di-CastagnoliAnfahrt: von Radda in Chianti, dann beim Kreisel, Richtung Gaiole in Chianti bzw. Siena, alles geradeaus Richtung Siena, bei der Einbiegung in die SP408 scharf links, Richtung Gaiole bzw. Montevarchi, etwa nach 2 km rechts abbiegen Richtung Castagnoli bzw. dem Schild 9 Rocca di Castagnoli folgen, im Kaff Cagagnoli ins „Zentrum“ links einbiegen. Hier findest Du auch die Weine von 10 Tenuta di Capraia und 11 Castello San Sano.
     

    Meine Notizen dazu: Bei der Tenuta Rocca di Castagnoli ist auf jeden Fall ein Besuch angesagt! Nicht alleine der Weine wegen, sondern auch aufgrund der sehr zuvorkommenden Bedienung in der betriebseigenen Cantina. Hier wird Weinverkauf betrieben, wie man sich es wünscht – freundlicher Empfang, Frage nach den Vorlieben, Hinweis auf Besichtigung des Weinkellers und vorbehaltlose Offenheit, wenn auch ein teurer Wein probiert werden will. Erika und ich haben denn auch die beiden von Merum vorgeschlagenen Chianti Classico probiert und kommen zu folgenden Urteilen:
    Rocca di Castagnoli – oh ja, die 3 Herzen sind gebucht! Sehr zugänglicher Chianti, fruchtig, schöne Tiefe, leichte Herbheit sehr schön eingebunden in der Gesamtheit des Weines. Wieder kaufen? Jep! Mittlerweile hat das Etikett einen „neuen Anstrich“ bekommen!
    Tenuta die Capraia – mhh, ebenfalls die vorgeschlagenen 3 Herzen von Merum quittiert mit einem „Jawohl“! Hier merkt man sehr deutlich, die feinere Struktur des Weines gegenüber dem vorher benannten, will heissen: leichter, etwas fruchtiger, aber in unserem Urteil auch als etwas flacher taxiert.
    Der erstgenannte schmeckt uns besser! Erster kommt aus den „rauhen“ Gefielden des zentralen Chianti Classico Gebietes, wärend zweiter einiges mehr an Sonne zu spüren bekommt, liegt doch dieses Anbaugebiet „unten“ in der Nähe von Bellavista-Staggia-Monteriggioni.

  • 10 Chianti Classico D.O.C.G., Tenuta di Capraia, 2009, 3 Herzen.
    Mittelhelles Rot; fruchtige Nase, Zwetschgenkonfitüre; saftig, gute Süsse, konzentriert, gefällt sehr. Preis: ca. € 11.– (Merum) – zu kaufen in der Schweiz bei Flaschenpost, Preis: ca. CHF 20.50.

    Capraia_ChiantiClassicoAnfahrt: von  Radda in Chianti, dann beim Kreisel, Richtung Gaiole in Chianti bzw. Siena, alles geradeaus Richtung Siena auf der SP2, bei der Einbiegung in die SP408 scharf links, Richtung Gaiole bzw. Montevarchi, etwa nach 2 km rechts abbiegen Richtung Castagnoli bzw. dem Schild 9 Rocca di Castagnoli folgen, im Kaff Cagagnoli ins „Zentrum“ links einbiegen. Hier findest Du auch die Weine von 9 Rocca di Castagnoli und 11 Castello San Sano.
     
  • 11 Chianti Classico D.O.C.G., Castello di San Sano, 2009, 2 Herzen.
    Mittelhelles Rubin; kompottige Frucht; Mittelgewicht, feinherb, fruchtig, etwas fassig, gewisse Fülle, butter; gefällt. Preis: ca. € 11.– (Merum) – zu kaufen in der Schweiz bei WyhusBelp.ch, Preis: ca. CHF 17.50.

    Sansano-ChiantiClassicoAnfahrt: von Radda in Chianti, über den Kreisel, Richtung Gaiole in Chianti bzw. Siena, alles geradeaus Richtung Siena, bei der Einbiegung in die SP408 scharf links, Richtung Gaiole bzw. Montevarchi, etwa nach 2 km rechts abbiegen Richtung Castagnoli bzw. dem Schild Rocca di Castagnoli folgen, im Kaff Cagagnoli ins „Zentrum“ links einbiegen. Hier findest Du auch die Weine von 9 Rocca di Castagnoli und 10 Tenuta di Capraia.
     
  • 12 Chianti Classico D.O.C.G., Badia a Coltibuono, 2008, 2 Herzen mit JLF.
    Mittelhelles Rot; Waldbeeren, Gummi, sehr einladend; feinherber Wein, feine Säure, angenehme Frucht, saftig. Preis: ca. € 13.– (Merum)

    badia-a-coltibuonoAnfahrt: von Radda in Chianti, beim Kreisel, Richtung Gaiole in Chianti bzw. Siena, dann entweder „nicht über die Kuppe Richtung Siena“ sondern links den Hügel hoch Richtung Montevarchi, auf halbem Weg könnte man abbiegen nach 13 San Donato in Perano, wenn der Besuch dort fertig, wieder zurück und dann rechts den Hügel weiter hoch, am Ende dieser Strasse vor der Kreuzung zur SP408 scharf links weg und dem Wegweiser 12 Badia a Coltibuono folgen.
     
  • 13 Chianti Classico D.O.C.G., Castello di San Donato in Perano, 2009, 3 Herzen.
    Mittelhelles Rot; recht tiefe erdbeerige Noten, Gummi; fruchtig, saftige Säure, feine Struktur, etwas Butter; Mittelgewicht, gefällt und ist trinkig. Preis: ca. € 9.– (Merum)

    castello-san-donatoAnfahrt für den Direktverkauf: von Castellina in Chianti Richtung Radda – direkt im Ort (beim 1. grossen Platz – mit Abzweigung zum Ortskern) befindet sich auf der rechten Seite das „Relais Vignale„, wo der Wein gekauft werden kann.
    Anfahrt für die Cantina: Mitte des Städtchens Gaiole in Chianti  (Richtung Montevarchi) direkt nach der Kirche (steht links), links abbiegen Richtung San Donato in Perano. Wenn Besuch fertig, dann am Ende dieser Strasse rechts weg den Hügel hoch, wieder Richtung Montevarchi, am Ende dieser Strasse vor der Kreuzung zur SP408 scharf links weg und dem Wegweiser 12 Badia a Coltibuono folgen.
     
 

Giro tre – Anfahrort: Lucarelli -> Volpaia -> Radda in Chianti

Von der Autostradale Firenze-Siena die Ausfahrt Colle Val d’Elsa Süd oder Monteriggioni nehmen, entweder nach Staggia fahren und im Dorf rechts weg Richtung Castellina in Chianti, oder im Kreisel Richtung Castellina in Chianti. Wenn ebenda angekommen einfach durch das Städtchen durch Richtung Firenze, ca. 2 km vor Panzano in Chianti geht es rechts weg Richtung Radda in Chianti (Achtung: nicht die erste Abzweizung nach Radda nehmen wenn Du von Castellina kommst, sondern erst mal weiterfahren bis kurz vor Panzano!) bzw. Lucarelli, Volpaia.

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  • 14 Chianti Classico D.O.C.G., Tenuta di Lilliano – Ruspoli, 2009, 2 Herzen.
    Recht dunkles Rot; erst etwas reduziert, dann pflanzlich-rotkonfitürig; Süsse, Waldbeeren, im Mund sehr angenehm und fruchtig, recht lang. Preis: ca. € 10.– (Merum)

    IMG_0080Anfahrt: Richtung Castellina in Chianti, an Castellina Scalo vorbei bis zur Kreuzung und dann wieder dem genannten Wegweiser folgen, kurz vor der Fattoria Rocca delle Macìe, bei der Kreuzung links hoch fahren Richtung Lilliano, nach „Gessler’s hohler Gasse“ kommt direkt links der Eingang zur Cantina. Wenn schon in der Gegend, dann vorher, unten an der Kreuzung von Castellina Scalo kommend, über die Eisenbahnbrücke und dann rechts ins Industriequartier zur 15 Casa Vinicola Alberto Bartali e Figli (der Chianti Classico, 1 Herz und JLF; mittleres Rot; flüchtige Erbeer- und Zwetschgenkonfitüre, einladend; Süsse, recht fruchtig und flüssig, eher einfach, gewisse Herbe; Preis: ca. € 7.–), das Gebäude ist schon auf der Anfahrt gut sichtbar!
     

    Meine Notizen dazu: Erika und ich haben einen kleinen Abstecher zur Tenuta gemacht und vor allem die Anfahrt durch eine 300m lange Lindenbaum-Allee genossen.
    Der einfache Chianti Classico: natürlich degustiert, aber als zu herb und säuerlich empfunden – 0 Herzen! Der unwesentlich teurere RISERVA hingegen können wir empfehlen. Für € 17.– gibt es einen fein abgestimmten, fruchtigen und auf der Zunge schmelzenden Chianti; nach Merum würde dies in etwa 2.5 Herzen geben. Ah ja, wenn denn schon vor Ort: den Grappa für € 15.– kann ich ebenfalls empfehlen; sehr schöner fruchtiger und weicher Grappa.

  • 16 Chianti Classico D.O.C.G., Castello Monterinaldi, 2008, 2 Herzen.
    Recht dunkles Rot; Erdbeerkonfitüre, einladend; saftig, füllig, fruchtig; feines Leder, herb, angenehm. Preis: ca. € 13.– (Merum).

    castello-monterinaldi-newAnfahrt: von der Bar in Lucarelli (ein Insider-Vermerk) Richtung Radda in Chianti, nach ca. 1 km scharf links weg; nächste Destination könnte 18 Volpaia sein. Mhh, wie es scheint ist das „Castello“ dabei, das Label auf „Vordermann“ zu bringen! Sucht man nach dem Castello Monterinaldi, dann kann man 3 unterschiedliche sites ansteuern. Das Etikett dieser Flasche wurde vom shop entnommen.
     

    Meine Notizen dazu: jop, für den 2008 kann man die 2 Herzen vergeben, bzw. eher 1,5! Wir hatten das Glück auch noch die anderen Jahrgänge, bis zum 2005er, zu probieren. Den 2005er haben wir dann auch erstanden für einen Preis von € 16.65. Den Preis mehr als wert und gemäss den Merum-Punkten: 2.5 Herzen!!!

  • 17 Chianti Classico Poggio Selvale D.O.C.G., Castello di Radda, 2009, 2 Herzen.
    Mittelhelles Rot; rotfruchtig, diskret Leder, einladend; saftig, Mittelgewicht, fruchtig, gefällt. Preis: ca. € 10.– (Merum)

    castello-di-raddaAnfahrt: von der Bar in Lucarelli Richtung Radda in Chianti, vor Radda, dem Wegweiser folgend links abbiegen Richtung 18 Volpaia. Etwa auf halbem Weg nach Volpaia, links einbiegen zur Societa‘ Agricola Castello di Radda – Agricola Gussali Beretta. Ein fetter Stein markiert die Einfahrt!
     
  • 18 Chianti Classico D.O.C.G., Castello di Volpaia – Giovanna Stianti, 2008, 3 Herzen.
    Warmes, mittleres Rot; reifend-fassige Nase, einladend; rund, saftig, feinherb, feine Säure, ausgewogen, recht tief, sehr angenehm. Preis: ca. € 12.– (Merum) – zu kaufen in der Schweiz bei Caratello, Preis: ca. CHF 21.–.

    volpaiaAnfahrt: von der Bar in Lucarelli Richtung Radda in Chianti, vor Radda, dem Wegweiser folgend links abbiegen Richtung Volpaia. Mitten im Dorf ist die Enoteca. Bevor Du oben bist, noch schnell beim 17 Castello di Radda vorbeischauen.

    Meine Notizen dazu: Mmhh, den 2009er aus einer Magnum kosten dürfen: Eine Freude! Wunderbarer ausgewogener Wein, exzellent eingebundene Säure, die Tannine gerade noch so vorhanden, dass das typische „Chianti Classico“-Feeling aufkommt, wunderbare Frucht, vielschichtig und ein schöner Abgang! Bei Merum kommt der 2009er sehr schlecht weg: Null Herzchen und „fast“ kommentarlos.

     
  • 19 Chianti Classico D.O.C.G., MonteMaggio, 2008, 3 Herzen mit JLF.
    Mittleres Rot; kaffeeartig-fassige Noten, Erbeerkonfitüre; saftig, fassig-fruchtig, spürbare Säure, fein, trinkig. Preis: ca. € 12.50 (Merum).

    MontemaggioAnfahrt: von Richtung Lucarelli kommend, bei 17 Castello di Radda vorbeifahren oder eine Stipvisite machen, Richtung Radda in Chianti fahren, kurz davor nach 18 Volpaia abbiegen (es gäbe noch eine andere Strasse, aber das ist was für gelände-gängige! Also lieber die Finger weg), nach ca. 1/2 km bei der Kreuzung, wo es rechts nach Volpaia geht, sich links halten und dem Wegweiser zu Montemaggio folgen, auf der Höhe von Castelvecchi wird es eine Naturstrasse, die steil den Wald hindurch bergauf geht, irgendwann kommt dann mal eine Lichtung mit Kreuzung oben auf der Kuppe, Wegweiser sind nur in der umgekehrten Richtung erkennbar, fahre links weg und folge hier Montemaggio, die Einfahrt ist ein gemauertes Eisentor – ohne Anschrift! – sollte aber nicht zu verfehlen sein! Das einzig schöne an der Strasse ist die geniale Aussicht über die Hügel des Chianti Classico-Gebietes in der Nähe von Radda. Ein Blick gefällig? Bitte sehr:Montemaggio-view
     

    Meine Notizen dazu: Einen Abstecher hierhin empfiehlt sich mehr als! Wunderschöne Aussicht, überaus freundliche Bedienung – man wird zu Beginn durch die Rebberge geführt und mit viel Information auf die Bio-dynamische Anbauweise versorgt. Zum Wein: ABSOLUT, die Merum-Wertung können wir – Erika, Oliver und ich – bestätigen! Erstklassiger, vollmundiger, süffiger und herrlich abgestimmter Gaumenschmeichler. Eine Freude, diesen Wein zu trinken. Dieser Chianti Classico gehört zu den allerbesten, welche ich bis dato hab trinken können; garantiert! Absolut weiter zu empfehlen! Der Preis von € 12.50 ist bestens investiert.

 

Giro quattro – Anfahrort: Castelnuovo Berardenga -> Pianella

Von der Autostradale Siena-Arezzo die Ausfahrt Castelnuovo Berardenga nehmen und eben dahin kurven.

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  • 21 Chianti Classico D.O.C.G., Villa La Pagliaia (San Felice), 2007, 2 Herzen.
    Mittelhelles Rot; fruchtige Nase, getrocknete Bananen; im Mund geschmeidig, fruchtig, gutes feinherbes Tannin, gefällt. Preis: ca. € 9.– (Merum)

    villa-la-pagliaia-san-feliceAnfahrt: von Castelnuovo Berardenga kommend, ca. auf halbem Wege zu 22 Ricasoli links abbiegen, Richtung San Felice“? Eine eigene homepage ist nicht zu finden, somit auch kein wahre Notiz zu einer Anfahrt. Wie auch immer: vorher unbedingt bei 20 Fèlsina vorbeischauen – direkt nach Castelnuovo Berardenga geht es links weg, folge der Beschilderung. Der Classico wird bei Merum zwar nur mit 1 Herz geführt! Aber hier werden Weine erster Güste hergestellt und die Reise lohnt sich allemal.
     
  • 23 Chianti Classico D.O.C.G., Castello di Cacchiano, 2007, 2 Herzen.
    Warmes, dunkles Rot; intensive, reifend-fruchtige Nase, sehr einladend; kraftvoll, ausgewogen, gute Tiefe, recht geschmeidig, gutes Tannin, lang. Preis: ca. € 13.– (Merum) – zu kaufen in der Schweiz bei donativini.ch, Preis: ca. CHF 23.50.

    Castello-di-CacchianoAnfahrt: von Castelnuovo Berardenga kommend, fahre bis Madonna a Brolio, auf der Höhe der 22 Cantine del Castello di Brolio Barone Ricasoli – Du kannst die Cantina kaum verfehlen! -; links abbiegen, Richtung Monti bzw. Siena, fahre ein paar km den Berg hoch bis zur Kuppe, und dann der Beschilderung 23 Castello di Cacchiano folgen! Info über weitere Weine gibt Dir evtl. Sig. Giovanni Ricasoli-Firidolfi. Wenn denn schon vor Ort, dann unbedingt ca. 500 m den Hügel runter weiterfahren Richtung Monti und bei 24 Rocca di Montegrossi (Località Monti in Chianti – San Marcellino; Besitzer: Marco Ricasoli-Firidolfi) vorbeischauen; kurz vor dem Ortsschild Monti rechts weg fahren, man folge dem Wegweiser. Meiner Ansicht nach wird hier ein exzellenter Chianti Classico hergestellt (Merum vergibt hier nur 1 Herz)! Ahh ja, logo: wenn schon in der Gegend, dann natürlich noch den Castello di Brolio von 22 Ricasoli ordern, sofern günstiger, wie in der Schweiz (Richtpreis: max. € 40.–); Merke: kaufe nicht den Brolio, dieser schrammt so gerade mal am Begriff „Pfütze“ vorbei, soweit nett, aber niemals die Reise nach Italien wert!
     
  • 25 Chianti Classico D.O.C.G., San Giusto a Rentennano, 2009, Null Herzchen – und gehört natürlich nicht in die 18 Auserwählten – aber bei mir schlägt das Herz sehr hoch, deshalb hier vertreten.
    Mittelhelles Rot; flüchtig-ergbeerige Noten; ziemlich röstig und Frucht, saftig, Herbe, auch Länge; Röstung bleibt im Mund hängen. Preis: ca. € 12.50 (Merum) – zu kaufen in der Schweiz bei Caratello, Preis: ca. CHF 22.50.

    IMG_0510Anfahrt: von Radda in Chianti kommend, Richtung Siena, folge der SP408, und fährt und fährt und gähhhnnn…. bis vor Pianella, hier kommt eine Abzweigung links Richtung San Regolo (liegt praktisch bei der 22 Cantina del Castell di Brolio Ricasoli), – oder von Ricasoli kommend via Monti nach Siena fahren bis vor Pianella und wieder die Abzweigung links – der Wegweiser 25 San Giusto a Rentennano ist ebenfalls schon platziert, dann den Hügel hoch ca. 4-5 km, was denn sonst, und so lange fahren bis kurz vor einem Waldstück die Abzweizung kommt, die links zu nehmen ist und sogar markiert, folge dem Strässchen bis ans Ende und erreicht das schöne Anwesen, und sofern das Glück einem Hold ist, kann man noch einem der letzten ultra-egoistischen 2plus2-Plätzer Coupés begegnen – 12 Zylinder mit einem Konsum von innerstädtisch mind. 35 Liter und das für 2 Personen und 2 Pinguines, genial! Marke? Na eine Raubkatze aus U.K. mit Namen XJ-S!

    Aber seriös und zurück zum Wein: hier wird einem Chianti gereicht, der seinesgleichen sucht – für mich wenigstens und bis dato. Ich empfehle auf jeden Fall da hinzukurven.

     

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